Freitag, 20. Juli 2018

Diemelstadt gewinnt mit Zukunftswerkstatt Bundeswettbewerb

Diemelstadt gewinnt mit Zukunftswerkstatt Bundeswettbewerb
Hervorragende strategische Aktivität wird mit 25.000€ prämiert

Berlin. Beim Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten" wurden am Montagnachmittag im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Berlin  21 Städte, Gemeinden und Landkreise für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und der Förderung des Zusammenlebens vor Ort ausgezeichnet.
Mehr als 140 Beiträge wurden bei dem vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) inhaltlich und organisatorisch betreuten und von den kommunalen Spitzenverbänden und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützten Wettbewerb eingereicht. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen eine beeindruckende Bandbreite an Konzepten, Projekten und Maßnahmen mit der Kommunen sich innovativ und kreativ für gutes Zusammenleben und eine nachhaltige Integration engagieren. Dabei arbeiten viele verschiedene Partner zusammen. Partizipation und ehrenamtliches Engagement sind fester Bestandteil nahezu aller Beiträge. Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Praxis ermittelte aus den 74 Wettbewerbsbeiträgen kreisangehöriger Kommunen in der Kategorie "Hervorragende strategische Aktivitäten" 10 Kommunen verschiedener Größenordnungen. Die ausgezeichneten Kommunen erhielten ein Preisgeld von je 25.000 Euro.
 
Begründung zur Prämierung der „Zukunftswerkstatt Diemelstadt“
Hervorzuheben ist die „strategische Umdeutung“ von Zuwanderung, die in Diemelstadt stattfindet. Gelingende Integration der Geflüchteten wird für die kleine Kommune im ländlichen Raum als Chance und Bereicherung im Umgang mit dem demographischen Wandel verstanden. Diemelstadt nutzt die Zuwanderung aktiv und arbeitet gemeinsam mit dem zum Wettbewerbszeitpunkt 125 Flüchtlingen an folgendem Ziel: Bis 2020 sollen aus einem Drittel der Geflüchteten unabhängige Bürgerinnen und Bürger von Diemelstadt werden. Unter dieses große Ziel ordnen sich die vielfältigen Integrationsaktivitäten ein. Dabei sind auch die Geflüchteten gefordert, „zukünftig an der positiven Gestaltung unserer Gemeinschaft mitzuarbeiten“. Die Diemelstädter Integrationsarbeit erfährt breite kommunale Unterstützung. So wurde bereits Anfang 2016 eine hauptamtliche Flüchtlingskoordinatorin eingestellt. In die Gestaltung der Integrationsarbeit wurde die Bevölkerung vor Ort, aber auch die Geflüchteten, einbezogen. So fand 2015 und 2017 jeweils eine große Zukunftswerkstatt mit Arbeitsgruppen, Workshops und Infoständen für alle Interessierten statt. Das Angebot an Projekten und Maßnahmen zur Integration ist für eine Kommune dieser Größenordnung breit und deckt verschiedene Lebensbereiche ab. Es basiert auf einer umfänglichen und gut funktionierenden Kooperation verschiedener städtischer Ämter, der evangelischen Kirche, der Politik, der Kreisverwaltung, den Sportvereinen, Ehrenamtlichen u.a.m. Um die Integrationsarbeit zu unterstützen, bewarb sich Diemelstadt um Fördermittel des Landes und wurde gleich zweifach als Modellkommune des Landes Hessen ausgezeichnet. Mit den anderen hessischen Modellkommunen finden eine Vernetzung und ein intensiver Austausch statt.

„Wir sind sehr stolz, dass alle Beteiligten, von unserer Flüchtlingskoordinatorin, bis zu den zahlreichen Ehrenamtlichen, der Kirchengemeinde, den Verwaltungs-mitarbeitern/innen gezeigt haben, dass Diemelstadt ein sozialer Ort ist. Wir haben auch für die Zukunft noch viele Ideen, die wir unter Beteiligung unserer aktiven Bürger umsetzen wollen. Jetzt freuen wir uns jedoch erst einmal über die zusätzlichen 25.000€ und die große Wertschätzung die unserer Arbeit auf Bundesebene von einer hochrangigen Jury entgegengebracht wurde.“, so Bürgermeister Elmar Schröder nach der Rückkehr von Berlin.

 

Foto: Staatssekretär des Bundesinnenministeriums Dr. Markus Kerber verleiht den Diemelstädtern neben den 25.000€ Preisgeld einen symbolischen Schraubenschlüssel für ihre Zukunftswerkstatt (v.l. Staatssekretär Dr. Markus Kerber, Flüchtlingskoordinatorin Maria Schmidt, Bürgermeister Elmar Schröder und Daniela Scholz (Referat des Bürgermeisters))

 

Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten"
-Die Wettbewerbsinformationen, die Preisträger und die Beiträge sowie die Dokumentation finden Sie hier.

 

Urkunde - Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten

 

Den Bericht der WLZ finden Sie hier. 


Weitere Bilder der Preisverleihung

 

Bildquelle: Stadt Diemelstadt

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Bildquelle: Foto Credit

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Bildquelle: Foto Credit

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Bildquelle: Stadt Diemelstadt

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