Montag, 17. Dezember 2018

Projektpartnertreffen der Forschungsgruppe "Soziale Orte" in Diemelstadt

Das Forschungsprojekt „Soziale Orte – Neue Infrastrukturen für Gesellschaftlichen Zusammenhalt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung geleitet von Frau Prof. Dr. Claudia Neu von der Uni Göttingen untersucht bei einigen Modellkommunen aus Thüringen und Waldeck-Frankenberg, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt vor Ort gelingt. In diesem Zusammenhang besuchte die Forschungsgruppe jüngst die Projektbeispiele für „Soziale Orte“ der Stadt Diemelstadt. Sowohl das Walmebad in Rhoden, der Bürgertreff in Wrexen und auch der multifunktionale Gebäudekomplex um die Schützenhalle in Hesperinghausen sind, so Bürgermeister Elmar Schröder, soziale Orte an denen der gesellschaftliche Zusammenhalt deshalb so ausgesprochen gut funktioniere, weil die Bürgerinnen und Bürger hier enormes ehrenamtliches Engagement aufbringen würden.

„Gesellschaftlicher Zusammenhalt zeigt sich durch ein intaktes, solidarisches Gemeinwesen. Fest steht dabei, dass Zusammenhalt ein Prozess ist, der mit Konflikten, Umwegen und Neuorientierungen einhergeht. Kommunen sind hierbei Nabel und Herz des gesellschaftlichen Zusammenhalts, mit der größtmöglichen Nähe zum Bürger. Fehlt es hier an Daseinsvorsorgeleistungen, an Motoren sozialräumlicher Integration, dann mangelt es auch an Orten der Begegnung und Kommunikation im öffentlichen Raum.“, so Frau Prof. Dr. Caudia Neu. Diemelstadt war bereits während der Abwicklung der großen Flüchtlingsströme nach 2015 Untersuchungsobjekt der Uni Göttingen, weil hier Kirche und Kommune positive Ansätze des Miteinanders gezeigt hätten, die zum Erfolg beigetragen haben. Nachdem das Projektpartnertreffen nun in den beteiligten Kommunen in Thüringen und Waldeck-Frankenberg stattgefunden hat, wird man sich gemeinsam auf der Grünen Woche in Berlin im Januar im Rahmen eines Zukunftsforums präsentieren und dort Ideen und Anregungen mit anderen Kommunen austauschen.

Foto: Projektleiterin der Uni Göttingen Prof. Claudia Neu (Bildmitte) besucht mit der Forschungsgruppe den Bürgertreff Wrexen (BGM Elmar Schröder links, Dr. Jürgen Römer rechts)