Montag, 19. August 2019

Bürgerwünsche in der Zukunftswerkstatt 3.0 in Projekte überführt

„Es war eine konstruktive und ergebnisorientierte Tagung, wir alle freuen uns auf die erfolgreiche Umsetzung der Projekte“ – mit diesem positiven Fazit der Teilnehmer ist die zweitägige ZUKUNFTSWERKSTATT 3.0 der Stadt Diemelstadt in der Evangelischen Tagungsstätte in Hofgeismar zu Ende gegangen.
Ziel des zweitägigen Workshops mit rund 50 Teilnehmern/innen aus den Fraktionen, den Stadtteilen, der Kirche sowie der Verwaltung war es, die zahlreichen in der Dorfmoderation 2018 genannten Bürgerwünsche aufzugreifen und in konkrete Planungen zu überführen. Ergebnis sind acht Projekte, die nun aktiv umgesetzt werden. Neben dem schon bekannten Bürgerbus zählen hierzu unter anderem die Diemelstadt-APP, der Abenteuerspielplatz in Rhoden, die Camper-Stellplätze in Wrexen, Jugendräume in allen Stadtteilen, das Nahmobilitätskonzept, Gründung von Fördervereinen und der Einstieg in die Dorferneuerung.  Viele Punkte der elf Dorfmoderation konnten sogar im laufenden Geschäft der Verwaltung schon umgesetzt werden.
 

Steuerungsgruppe bereitete Zukunftswerkstatt im Januar vor

Der aktuelle Workshop, der wie alle voran gegangenen Veranstaltungen vom Münsteraner Kommunikationsberater Jürgen Rönsch geleitet und moderiert wurde, war bereits die zweite Folge-Veranstaltung zur Dorfmoderation in diesem Jahr. Die Steuerungsgruppe mit insgesamt 20 Teilnehmern hatte im Januar, ebenfalls in Hofgeismar, getagt und ausführlich die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorgestellt und geregelt, wie die Informationen den Bürgern vermittelt werden. Damaliges Ergebnis: Die neun gewählten Ortsvorsteher laden zu entsprechenden Veranstaltungen ein und suchen sich zudem Mitstreiter, die bei der weiteren Umsetzung der Bürgerwünsche unterstützen. Parallel zu den Ortsvorstehern, entsprechend der Fokussierung auch als Dorfkoordinatoren bezeichnet, wurden im Januar-Seminar so genannte Projektkoordinatoren benannt, die die Planung und Umsetzung der überörtlichen Projekte übernommen haben.


50 Multiplikatoren nahmen an der Zukunftswerkstatt 3.0 teil

Wie geplant trafen sich im März alle Dorf- und Projektkoordinatoren wieder und besprachen detailliert das weitere Vorgehen. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, welche der mehreren hundert vorhandenen Wünsche der Bürger nun konkret aufgegriffen und im Rahmen von Projekten weiterverfolgt werden.  Um die Frage zu beantworten, absolvieren die Workshop-Teilnehmer an den beiden Tagen ein straffes und intensives Programm, das sich aus Vorträgen, Austauschrunden und Podiumsdiskussionen zusammensetzte. Viele Wünsche der Stadtteile ließen sich zu überörtlichen Projekten bündeln. Großen Raum nahmen zudem so genannte Projekt-Panels ein. Mit dem Begriff wurden Austauschrunden bezeichnet, die jeweils 45 Minuten dauerten und in denen jeweils wechselnde Teilnehmer Vorschläge zur Umsetzung machten. Geleitet wurden die jeweiligen Panels von den Projektkoordinatoren.


Acht Projekte wurden identifiziert und beschlossen
 
Als Ergebnis des Workshops und des gesamten Dorfmoderations-Prozesses wurden schlussendlich acht Projekte verabschiedet, die in den nächsten Monaten konsequent und gezielt verfolgt werden sollen. Gemeinsame Aufgabe ist es, die im Workshop erarbeiteten Ziele zu verfolgen und mit geeigneten Maßnahmen eine möglichst rasche Umsetzung zu erreichen. Vorgesehen ist auch, die Projektfortschritte in den politischen Gremien zu präsentieren und sich um die finanzielle Ausstattung zu bemühen.


Große Zufriedenheit bei Bürgermeister Elmar Schröder 
    
Bürgermeister Elmar Schröder: „Ich bin sehr stolz, was in Diemelstadt in den letzten Monaten im Rahmen der Dorfmoderationen und der Zukunftswerkstatt besprochen und umgesetzt wurde. Was im Oktober mit der Frage „Bürger, was wollt Ihr“ begann, hat sich zu einem tollen Beispiel für gelebte Demokratie und Bürgerbeteiligung weiterentwickelt. Das, was Bürger an Wünschen äußerten, findet sich nun in Projekten wieder. Wir werden die Ergebnisse auf der Diemelstädter Gewerbeschau präsentieren und ich biete in allen Stadtteilen an, über die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt und der Dorfmoderationen im Rahmen von öffentlichen Ortsbeiratssitzungen zu informieren.“    

Bild: Die Teilnehmer der dritten Diemelstädter Zukunftswerkstatt bilden ein tragfähiges Netz