Profil & Geschichte
Historische Bilder
Profil der Stadt
Diemelstadt ist die nördlichste Großgemeinde des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Die Gemarkungsgrenzen sind auf ca. 35 km Länge gleichzeitig Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Großgemeinde hat ca. 6.100 Einwohner und einer Gesamtfläche von rd. 83 km².
Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert.
Ganz gleich, ob von Ost nach West oder Nord nach Süd; Diemelstadt ist als besonders verkehrsgünstiger Standort durch die A 44 / E 331 / Anschlussstelle Diemelstadt (64) über die B 252 mit der Anbindung an die A 33 und die A 7 bekannt. Unmittelbar an das Verkehrskreuz schließt sich der Gewerbepark Diemelstadt an.
Diemelstadt ist eine Flächengemeinde mit neun Stadtteilen (Ammenhausen, Dehausen, Helmighausen, Hesperinghausen, Neudorf, Orpethal, Rhoden, Wethen, Wrexen) und der Oberbegriff für die nördlichste Stadt des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Durch den Flusslauf der Diemel, der der Stadt den Namen gab, ragt sie wie eine Halbinsel in das benachbarte Nordrhein-Westfalen hinein.
Diemelstadt weist fast 40 % Waldgebiet auf (rd. 33 km2) und bietet trotz der guten Verkehrsanbindung Ruhe, Beschaulichkeit und Erholung. Eine typische Mittelgebirgslandschaft, die zum Rasten und Verweilen einlädt.
Dazu bieten die Tank- und Rastanlagen in unmittelbarer Nähe der Autobahn, aber auch alle anderen Diemelstädter Stadtteile mit gepflegten Hotels, Pensionen, Gaststätten der gut bürgerlichen und gehobenen Klasse jede Möglichkeit.
Selbstverständlich verfügt Diemelstadt aber auch über zahlreiche leistungsstarke, mittelständische Handwerks- und Gewerbebetriebe. Das wesentliche Standbein der ortsansässigen Wirtschaft bilden seit über 100 Jahren die Papierfabriken; die dort produzierten Papiere, Pappen, Packstoffe und Wellpappen sowie die daraus hergestellten Endprodukte finden Abnehmer nahezu im gesamten europäischen Raum.
Neben der Papierindustrie werden in Diemelstadt Kunststofftüren und -fenster sowie Landmaschinenteile produziert.
Es existieren mehrere metallverarbeitende Betriebe, Tiefbauunternehmen, diverse Lebensmittelmärkte, Speditionen sowie ein Baumarkt.
Diemelstadt ist Sitz eines der größten Hessischen Forstämter, das - nicht zuletzt aufgrund seiner fortschrittlichen Arbeitsmethoden - sicher auch eines der bekanntesten in ganz Deutschland sein dürfte.
Die Waldarbeiterschule (Versuchs- und Lehrbetrieb für Waldarbeit und Forsttechnik) war die weltweit älteste derartige Einrichtung, an der laufend Lehrgänge, häufig mit Teilnehmern aus ganz Deutschland, stattfanden und in der immer wieder Pionierarbeit auf forstlichem Gebiet geleistet wurde. Die Waldarbeiterschule wurde 2005 geschlossen.
Geschichte
Durch den freiwilligen Zusammenschluss von Rhoden und Wrexen ist Diemelstadt am 1. November 1970 entstanden. Im gleichen Jahr kamen Ammenhausen, Dehausen, Helmighausen, Neudorf und Wethen hinzu. 1971 folgten Hesperinghausen und Orpethal.
Der Raum Diemelstadt ist historisches Land. Gelegen an einer uralten Handels-, Verkehrs- und Heerstraße erlebte es die römischen Legionen, die im nahen Teuteburger Wald von Hermann dem Cherusker geschlagen wurden.
Als Grenzland zwischen Franken und Sachsen, zwischen evangelischen und katholischen Christen und zwischen Hessen und Westfalen war der Raum ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. Hier machten die Raubritter blutige Visiten, 30- und 7-jähriger Krieg tobten an den Ufern von Diemel und Orpe. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges in 1945 kamen noch einmal Not und Schrecken über die Bevölkerung dieses Raumes, der heftig umkämpft war.
978 wird erstmals Radi erwähnt, das heutige Alt-Rhoden, von dessen Existenz nur noch ein altes Gräberfeld und die Ruinen einer romanischen Kirche mit einem Typanon künden, dessen unbeholfenes grobes Relief noch gut erhalten ist. Ab 1250 siedelten sich seine Bewohner im Schutz der Burg Rhoden an. 1330 hat es aufgehört zu bestehen.
Im östlichen Raum von Diemelstadt kam der Burg und später der Wehrkirche im heutigen Ortsteil Wethen eine bedeutende Stellung als Zufluchtstätte gegen einfallende Horden aus dem Warburger und Paderborner Raum zu. Die noch erhaltene Krypta unter der Kirche, ehemals wahrscheinlich Burgkapelle, ist eine historische Sehenswürdigkeit.
Zahlreiche zwischenzeitlich aufgegebene Hammerwerke und Mühlen an Orpe und Diemel und die noch überall sichtbaren Kohlplatten (Kohlenmeilerei) in den Buchenwäldern lassen neben der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung einen Schluss auf die ehemaligen Erwerbsquellen dieses Landes zu. Heute wird die Kraft des Wassers durch die in Wrexen ansässige Papierindustrie genutzt.
Die handwerklichen Zünfte blühten und von der regen Bautätigkeit dieser Zeit zeugen heute noch zahlreiche Fachwerkhäuser, von denen noch eine größere Zahl im Stadtkern von Rhoden erhalten ist.
Aber nicht nur Fortschritt und Aufschwung hat dieser Raum zu verzeichnen. Brandkatastrophen, der 30-jährige Krieg und die Pest forderten ihre Opfer. Auch das sonst so segensreiche Wasser führte zuletzt im Jahre 1965 zu einer schweren Belastung des gesamten Gebietes. Eine riesige Überschwemmung vernichtete Straßen, Häuser und landwirtschaftlichen Boden, wovon Wrexen am stärksten betroffen war.
Diemelstadt ist die nördlichste Großgemeinde des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Die Gemarkungsgrenzen sind auf ca. 35 km Länge gleichzeitig Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Großgemeinde hat ca. 6.100 Einwohner und einer Gesamtfläche von rd. 83 km².
Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich strukturiert.
Ganz gleich, ob von Ost nach West oder Nord nach Süd; Diemelstadt ist als besonders verkehrsgünstiger Standort durch die A 44 / E 331 / Anschlussstelle Diemelstadt (64) über die B 252 mit der Anbindung an die A 33 und die A 7 bekannt. Unmittelbar an das Verkehrskreuz schließt sich der Gewerbepark Diemelstadt an.
Diemelstadt ist eine Flächengemeinde mit neun Stadtteilen (Ammenhausen, Dehausen, Helmighausen, Hesperinghausen, Neudorf, Orpethal, Rhoden, Wethen, Wrexen) und der Oberbegriff für die nördlichste Stadt des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Durch den Flusslauf der Diemel, der der Stadt den Namen gab, ragt sie wie eine Halbinsel in das benachbarte Nordrhein-Westfalen hinein.
Diemelstadt weist fast 40 % Waldgebiet auf (rd. 33 km2) und bietet trotz der guten Verkehrsanbindung Ruhe, Beschaulichkeit und Erholung. Eine typische Mittelgebirgslandschaft, die zum Rasten und Verweilen einlädt.
Dazu bieten die Tank- und Rastanlagen in unmittelbarer Nähe der Autobahn, aber auch alle anderen Diemelstädter Stadtteile mit gepflegten Hotels, Pensionen, Gaststätten der gut bürgerlichen und gehobenen Klasse jede Möglichkeit.
Selbstverständlich verfügt Diemelstadt aber auch über zahlreiche leistungsstarke, mittelständische Handwerks- und Gewerbebetriebe. Das wesentliche Standbein der ortsansässigen Wirtschaft bilden seit über 100 Jahren die Papierfabriken; die dort produzierten Papiere, Pappen, Packstoffe und Wellpappen sowie die daraus hergestellten Endprodukte finden Abnehmer nahezu im gesamten europäischen Raum.
Neben der Papierindustrie werden in Diemelstadt Kunststofftüren und -fenster sowie Landmaschinenteile produziert.
Es existieren mehrere metallverarbeitende Betriebe, Tiefbauunternehmen, diverse Lebensmittelmärkte, Speditionen sowie ein Baumarkt.
Diemelstadt ist Sitz eines der größten Hessischen Forstämter, das - nicht zuletzt aufgrund seiner fortschrittlichen Arbeitsmethoden - sicher auch eines der bekanntesten in ganz Deutschland sein dürfte.
Die Waldarbeiterschule (Versuchs- und Lehrbetrieb für Waldarbeit und Forsttechnik) war die weltweit älteste derartige Einrichtung, an der laufend Lehrgänge, häufig mit Teilnehmern aus ganz Deutschland, stattfanden und in der immer wieder Pionierarbeit auf forstlichem Gebiet geleistet wurde. Die Waldarbeiterschule wurde 2005 geschlossen.
Geschichte
Durch den freiwilligen Zusammenschluss von Rhoden und Wrexen ist Diemelstadt am 1. November 1970 entstanden. Im gleichen Jahr kamen Ammenhausen, Dehausen, Helmighausen, Neudorf und Wethen hinzu. 1971 folgten Hesperinghausen und Orpethal.
Der Raum Diemelstadt ist historisches Land. Gelegen an einer uralten Handels-, Verkehrs- und Heerstraße erlebte es die römischen Legionen, die im nahen Teuteburger Wald von Hermann dem Cherusker geschlagen wurden.
Als Grenzland zwischen Franken und Sachsen, zwischen evangelischen und katholischen Christen und zwischen Hessen und Westfalen war der Raum ständigen kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. Hier machten die Raubritter blutige Visiten, 30- und 7-jähriger Krieg tobten an den Ufern von Diemel und Orpe. Kurz vor Ende des 2. Weltkrieges in 1945 kamen noch einmal Not und Schrecken über die Bevölkerung dieses Raumes, der heftig umkämpft war.
978 wird erstmals Radi erwähnt, das heutige Alt-Rhoden, von dessen Existenz nur noch ein altes Gräberfeld und die Ruinen einer romanischen Kirche mit einem Typanon künden, dessen unbeholfenes grobes Relief noch gut erhalten ist. Ab 1250 siedelten sich seine Bewohner im Schutz der Burg Rhoden an. 1330 hat es aufgehört zu bestehen.
Im östlichen Raum von Diemelstadt kam der Burg und später der Wehrkirche im heutigen Ortsteil Wethen eine bedeutende Stellung als Zufluchtstätte gegen einfallende Horden aus dem Warburger und Paderborner Raum zu. Die noch erhaltene Krypta unter der Kirche, ehemals wahrscheinlich Burgkapelle, ist eine historische Sehenswürdigkeit.
Zahlreiche zwischenzeitlich aufgegebene Hammerwerke und Mühlen an Orpe und Diemel und die noch überall sichtbaren Kohlplatten (Kohlenmeilerei) in den Buchenwäldern lassen neben der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung einen Schluss auf die ehemaligen Erwerbsquellen dieses Landes zu. Heute wird die Kraft des Wassers durch die in Wrexen ansässige Papierindustrie genutzt.
Die handwerklichen Zünfte blühten und von der regen Bautätigkeit dieser Zeit zeugen heute noch zahlreiche Fachwerkhäuser, von denen noch eine größere Zahl im Stadtkern von Rhoden erhalten ist.
Aber nicht nur Fortschritt und Aufschwung hat dieser Raum zu verzeichnen. Brandkatastrophen, der 30-jährige Krieg und die Pest forderten ihre Opfer. Auch das sonst so segensreiche Wasser führte zuletzt im Jahre 1965 zu einer schweren Belastung des gesamten Gebietes. Eine riesige Überschwemmung vernichtete Straßen, Häuser und landwirtschaftlichen Boden, wovon Wrexen am stärksten betroffen war.





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