Diemelstädter Bürger-App auf Grüner Woche vorgestellt


Im Rahmen der Grünen Woche in Berlin wurde auf dem LANDSCHAU-Bühne „Lust aufs Land“ die Dorf-App Crossiety aus der Schweiz von der deutschlandweiten Projektverantwortlichen Petra Swonke und Bürgermeister Elmar Schröder vorgestellt. Diemelstadt ist die erste Kommune in Deutschland, die mit der modernen Kommunikations- und Informationsplattform ihren Bürgern eine solche App kostenlos anbietet. Dabei sind sowohl die Nutzung auf dem Handy, Tablet, Laptop oder Desktop PC kostenlos und die Kommune bezahlt die Lizenz bezogen auf Einwohner. Unter dem Titel „Digital im Dorf“ wollte die Journalistin Petra Schwarz dann genau wissen, warum eine Kommune, wie Diemelstadt, ihren Bürgern einen solchen Service bietet. Bürgermeister Elmar Schröder konnte deutlich machen, dass der Wunsch nach einem Informations- und Kommunikationssystem über die elf Dorfmoderationen und zwei Zukunftswerkstätten als einer der wichtigsten Wünsche bewertet wurde. Die frühere Ausgabe des Amtsblattes in Papierform lässt sich heute nicht mehr von der Verwaltung erstellen und die Verteilung wäre viel zu aufwändig. Außerdem wäre es wie bei der Homepage oder Pressemitteilungen in den örtlichen Printmedien eine Sender-Empfänger-Verteilung von Informationen. 

Ziel von Crossiety sei jedoch die Publikation von Informationen von jedem Nutzer an jeden Nutzer, dazu gehören Termine, Veranstaltungen, Mitteilungen sowie das Management ganzer Organisationen, wie Vereine, politische Gremien oder Firmen. Petra Swonke und Elmar Schröder waren sich einig darüber, dass die Nutzung als Organisationstool noch deutlich zu wenig eingesetzt wird und viele nicht den Unterschied zwischen internen, nichtöffentlichen und öffentlichen Gruppen kennen. Auch die Möglichkeit einen großen Verein über die sogenannte Teamfunktion in Untergruppen einzuteilen, haben bisher wenige Gruppen in Einsatz gebracht. Hier seien mit dem Kindergarten Wrexen und dem Walmebad Rhoden jedoch tolle Beispiele zu sehen, wie sich eine papierlose und ganzheitliche Organisation realisieren lässt. 

Die Moderatorin Petra Schwarz zeigte sich von den Ansätzen begeistert, wollte jedoch auch noch die Anfänge und echten Mehrwerte für die Nutzer klarer herausgearbeitet wissen. Nach Aussage von Bürgermeister Schröder war allein die Dokumentation der elf Dorfmoderationen und der zwei Zukunftswerkstätten schon ausreichend, um mit Crossiety die Informationen einfach zu verteilen, ohne tausende von Farbkopien machen zu müssen und per Post an die zahlreichen Teilnehmer zu verteilen. Und auch das Projektmanagement für die neun Hauptprojekte (Bürgerbus, Radwegekonzept, Crossiety, Freizeitanlagen Steinberg und Walme, Breitbandinitiative, u.s.w.) konnten in den Projektgruppen online optimal organisiert und abgewickelt werden. Allerdings gab Bürgermeister Elmar Schröder auch zu bedenken, dass Crossiety sich dauerhaft nur etablieren wird, wenn möglichst viele Bürger einen Mehrwert für das Leben auf dem Land sehen und Crossiety nutzen. 

Die Moderatorin der Bühnenshow beendete die intensive Diskussion mit dem Ausblick, dass die digitale Zusammenarbeit sicher Zukunft hat und Crossiety mit 25% Reichweite (1400 Nutzer) ein ganz sinnvoller Baustein auf dem Weg sein kann. New-Work Trends über Homeoffice oder die sogenannten Co-Working-Spaces werden weitere Schritte sein, um auch in Zukunft jungen Menschen Lust aufs Land zu machen und den ländlichen Bereich attraktiv zu halten, ist sich Bürgermeister Schröder sicher.

Foto v.l. 

Diskutierten auf der Grünen Woche über das Thema „Kommunikation, Mobilität und Leben im Dorf leichter gemacht“ Dr. Pia Steffenhagen-Koch, Bündnis Ländlicher Raum, Petra Swonke, Projektverantwortliche Crossiety Deutschland,Moderatorin Petra Schwarz (Journalistin), Elmar Schröder, Bürgermeister Stadt Diemelstadt, Margitta Kolle, Vorsitzende „Gemeinsam für Spanbeck e.V.“



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