Diemelstädter Spezial-Bürgerbusteam will Versorgung sicherstellen


Die Anzahl der Betroffenen der Corona-Krise steigt, ältere Menschen werden von der Umwelt abgeschnitten und sollen nicht mit ihren Kindern und Enkelkindern in Kontakt kommen. Gleichzeitig beginnt in den Geschäften der Kampf um Toilettenpapier und Nudeln. Weil bereits ohne Corona-Krise beim normalen Ostereinkauf in den Vorjahren kritische Situationen erreicht wurden, möchte nun das Spezial-Bürgerbusteam der Stadt Diemelstadt beim Einkaufen helfen und die Versorgung sicherstellen. Da der Bürgerbus wegen der Ansteckungsgefahren bis zum 19. April nicht, wie bisher, ältere Menschen zum Einkaufen oder zum Arzt bringen darf, werden nun Einkaufsdienste von der Stadt Diemelstadt organisiert. Eine neue Aufgabe für die Erzieherinnen, die sich bisher um die Kleinsten gekümmert haben und nun in der Krise die Versorgung der älteren Menschen übernehmen wollen.

„Diemelstadt kann Krise, das haben wir im Jahr 2015 mit den Flüchtlingen bewiesen. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern versuchen, so gut und so lange es uns möglich ist, sinnvolle Lösungen zu entwickeln.“, so Bürgermeister Elmar Schröder. Deshalb wurde im Rathaus ein neuer Fachdienst eingerichtet, der intern als „Special Forces – Corona Strike“ sogar schon mit einem eigenen Abzeichen, von den netten Kolleginnen und Kollegen versehen wurde.

Und so soll der neue Versorgungsdienst funktionieren. Ein Bürger oder eine Bürgerin darf das Haus nicht verlassen und ruft unter der Telefonnummer 05642/9878699 an. Dann werden neben Name und Anschrift die einzukaufenden Lebensmittel und der gewünschte Vollsortimenter aufgenommen. Das kann der EDEKA in Wrexen oder der REWE in Rhoden sein. Außerdem können es Backartikel vom Bäcker oder Medikamente aus der Apotheke sein. Der Einkauf wird abgewickelt und an die Anschrift werden die Waren mit dem Bestellzettel und den Kassenbons abgeliefert. Damit es zu keinen Ansteckungen der Hilfskräfte kommt, werden die Waren ohne Körperkontakt vor der Haustür abgestellt und es wird per Telefon bestätigt, dass geliefert wurde.

Alle Rechnungen in den Läden bezahlt zunächst die Stadt Diemelstadt, die dann am 19. April die abschließenden Rechnungen an die hoffentlich zahlreichen Nutzer des neuen Liefer-Services schickt. „Sonst liefern wir Trinkwasser und rechnen es mit unseren Bürgern ab und nun halt Lebensmittel. Wir rechnen nur ab, was auf den einzelnen Bons für den Kunden zusammengekommen ist, wollen aber keinen Bargeldverkehr in den Geschäften oder bei der Auslieferung.

Die telefonischen Bestellungen können von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr unter 05642/9878699 aufgegeben werden. Es ist auch möglich über die Crossiety-Gruppe „Bürgerservice mit dem Bürgerbus“ Kontakt zum Team aufzunehmen und auch so Bestellungen aufzugeben. „Wir lassen niemanden allein und halten zusammen. Eine familienfreundliche Diemelstadt muss für kranke und alte Menschen da sein. Wir sind gespannt, wie sich die neue Idee in der Realität entwickelt.“, so Bürgermeister Schröder abschließend.

Flyer Bürgerinformation mit Einkaufszettel

Foto: Das städtische Spezial-Bürgerbusteam kümmert sich in der Krise um Ihren Einkauf



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